wig-logo wig-header


Die Schweiz ist ein begehrtes Winterquartier: Gut eine halbe
Million Wasservögel verbringt den Winter auf den Gewässern der
Schweiz. Zum grössten Teil handelt es sich dabei um Brutvögel
aus Nordeuropa und Russland. Im Winter konzentrieren sich auf
unseren Gewässern Vögel aus einem riesigen Einzugsgebiet. Die
Schweiz ist daher mitverantwortlich für die Erhaltung und den
Schutz der Wasservogelpopulationen weiter Teile Nord- und
Osteuropas sowie Russlands.



Die Zahl der bei uns überwinternden Wasservögel wird hauptsächlich
durch die Witterungsbedingungen und das Nahrungsangebot bestimmt.
In milden Wintern harren viele Vögel im nördlichen Europa aus.
Frieren die Gewässer im Norden jedoch grossflächig zu, sind die
Enten gezwungen, weiter nach Westen und Süden auszuweichen. Für
verschiedene Arten hat sich das Nahrungsangebot in der Schweiz in
den letzten Jahrzehnten erhöht. Von der Massenvermehrung der
Wandermuschel bis Anfang der 1980er-Jahre profitierten Arten wie
die Tafelente und Reiherente, aber auch das Blässhuhn.
Durch die Überdüngung der Gewässer und dem damit verbundenen
Anstieg des Fischbestandes erhöhte sich zudem in vielen Gewässern
das Nahrungsangebot für die Fischfresser wie den Haubentaucher.
Seit den Neunzigerjahren verbesserte sich die Wasserqualität in
vielen Gewässern - die Unterwasserflora erholt sich. Davon
profitieren Arten wie die Kolbenente und die Tafelente.

Die häufigsten bei uns überwinternden Wasservögel
Alle häufigeren Wintergäste (26 Arten)